Golf Regeln

Fairness kann man regeln.

Wesentliche Änderungen/Klarstellungen in den Golfregeln 2023

Der Spieler ist nicht mehr für die Angabe des Handicaps auf seiner Scorekarte verantwortlich, weder für die Angabe überhaupt noch für deren Richtigkeit.
Nach Einführung des World Handicap Systems kann ein Spieler nicht unbedingt zu jedem Zeitpunkt sein korrektes Handicap kennen. Für die Turnierauswertung liegt es in der Verantwortung der Spielleitung das richtige Handicap anzuwenden.

Am Tag eines Zählspiel-Turniers darf man auch vor dem Turnier auf allen Löchern üben, die nicht im Turnier gespielt werden.
Das sollte nach Absicht von R&A und USGA auch bisher so gehandhabt werden, war aber in den Regeln 2019 gegenteilig oder zumindest sehr unklar formuliert.

Wenn ein Ball durch Naturkräfte in einen anderen Bereich des Platzes oder ins Aus bewegt wird nachdem er gedroppt, hingelegt oder zurückgelegt wurde, muss er (straffrei) zurückgelegt und von da gespielt werden.
Bisher musste der Ball von da gespielt werden, wohin er durch die Naturkräfte bewegt wurde (wobei Aus natürlich ganz übel war). Wenn z.B. ein Ball nach einem Drop (mit Strafschlag) wegen Erleichterung von einer Penalty Area zur Ruhe gekommen war aber danach aufgrund von Wind oder Schwerkraft wieder in die Penalty Area rollte (etwa während der Spieler nach vorne ging, um die Spiellinie zu studieren), hieß es bisher: Erneut ein Strafschlag für die Erleichterung von der Penalty Area.

Bei der Erleichterung „Auf-der-Linie-zurück“ muss auf dieser Linie gedroppt werden und der Ball muss – nicht näher zur Fahne* – innerhalb einer Schlägerlänge vom Auftreffpunkt zur Ruhe kommen (auch näher zum Loch als der Auftreffpunkt ist ok!).
Das vereinfacht die Prozedur und nimmt das wesentliche Element (nämlich: „Ok, wenn höchstens eine Schlägerlänge vom Auftreffpunkt entfernt“) der bisher möglichen Platzregel E-12 nun als festen Bestandteil in die Golfregeln auf.
*Im Falle von Penalty Areas nicht näher als der Eintrittspunkt in die PA, bei Unspielbarkeit nicht näher als die Lage des ursprünglichen Balls.

Man darf keinen Gegenstand auf den Platz legen, um die Spielrichtung anzuzeigen oder um die Einnahme des Stands zu unterstützen. Strafe (2 Strafschläge) wird auch nicht dadurch vermieden, dass das Objekt vor dem Schlag entfernt wird.
Bisher galt das so nur auf den Grüns – außerhalb war es zur Anzeige der Spielrichtung erlaubt, sofern der Gegenstand vor dem Schlag entfernt wurde. Z.B. Schläger auf den Platz legen als Ausrichtungshilfe war bisher erlaubt, wurde aber selten gemacht und gehört ohnehin eigentlich nur auf die Driving Range.

Seit 2019 gibt es nur noch 24 Golfregeln. Hier die wichtigsten Neuerungen:

Droppen ab 2019: Der Ball muss aus Kniehöhe gerade nach unten fallen gelassen werden (nicht werfen, rollen, drehen und er darf Sie nicht treffen, bevor er auf den Boden auftrifft).

Ab 2019 gibt es den Begriff Penalty Area für rot oder gelb markierte Flächen (Wasserhindernisse, Wald, Wüste, Schluchten und anderes). Dort dürfen Sie lose hinderliche Naturstoffe entfernen, den Schläger aufsetzen und Probeschwünge machen und dabei Boden oder Wasser berühren. Es gelten dieselben Regeln wie beim Spielen auf dem Fairway oder im Rough.

Wenn der Ball im Bunker liegt, dürfen lose hinderliche Naturstoffe straflos bewegt werden. Der Sand darf mit dem Schläger vor oder hinter dem Ball (bei einem Übungsschwung oder im Rückschwung) nicht berührt werden. Aber der Spieler dürfte sich beim Warten auf den Schläger stützen.

Bewegt sich Ihr Ball auf dem Grün, nachdem er bereits markiert, aufgenommen und zurückgelegt wurde, aus irgendeinem Grund – einschließlich durch eigenes versehen oder beispielsweise Wind -, muss er straflos an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt werden.

Versehentliches Bewegen des Balls oder Ballmarkers auf dem Grün ist straflos und beides wird einfach an die ursprüngliche Stelle zurückgelegt.

Wenn sich der Ball an anderer Stelle als auf dem Grün bewegt, bekommen Sie nur dann einen Strafschlag, wenn Sie auch wirklich direkt für die Veränderung der Balllage verantwortlich gemacht werden können. Bei Selbstverschulden muss der Ball zurückgelegt werden, wenn „Naturkräfte“ am Werk waren, wird von der neuen Stelle gespielt.

Zusätzlich zu Pitchmarken und alten Lochpfropfen dürfen Sie auf dem Grün Spike-Spuren und andere von Schuhen verursachte Schäden ausbessern. Auch durch Tiere oder Pflegearbeiten entstandene Schäden dürfen ausgebessert werden. Die Spiellinie darf nicht über das Ausbessern des Schadens hinaus verbessert werden.

Wenn Sie Erleichterung in einer Penalty Area in Anspruch nehmen möchten, dürfen Sie auf Linie Fahne und Kreuzungspunkt zur Penalty Area beliebig weit zurückgehen, einen Erleichterungsbereich mit einer Schlägerlänge bemessen oder schätzen und droppen.

Der Ball muss beim Droppen in definiertem Erleichterungsbereich („Schlägerlängen“) zur Ruhe kommen. Ansonsten den Ball dort hinlegen, wo er beim zweiten Drop den Boden traf.

Zur Bemessung eines Erleichterungsbereichs zählt als Schlägerlänge immer der längste Schläger, ausgenommen des Putters.

Wenn Sie Erleichterung in Anspruch nehmen dürfen (droppen straflos oder mit Strafschlag), dürfen Sie Ihren Ball künftig wechseln und einen anderen weiterspielen.

Wenn Sie den Ball im Bunker für unspielbar halten, haben Sie eine zusätzliche Möglichkeit, die Sie auf der Linie zurück mit zwei Strafschlägen außerhalb des Bunkers droppen lässt. Beim Messen oder Schätzen des Erleichterungsbereichs entlang einer Linie gilt eine (!) Schlägerlänge, im Gegensatz zu den zwei Schlägerlängen, die von der ursprünglichen Lage des Balls aus gemessen werden.

Sie müssen nicht mehr ankündigen, dass Sie Ihren Ball zur Identifizierung aufnehmen möchten. Sie müssen allerdings die Lage markieren und dürfen ihn nicht reinigen.

Ein Spieler darf keinen Gegenstand (z.B. Schläger) hinlegen, um das Einnehmen der Standposition zu unterstützen. Während des Schlags darf kein Gegenstand zum Anzeigen der Spiellinie genutzt werden, auf dem Grün auch nicht vor dem Schlag.

Caddie oder Partner dürfen nicht hinter dem Spieler stehen, sobald er beginnt, den Stand einzunehmen. Spieler oder Caddie dürfen auf dem Grün die Spiellinie berühren – auch mit dem Flaggenstock.

Der Caddie darf den Ball auf dem Grün markieren, aufnehmen und reinigen – auch ohne explizite Zustimmung des Spielers. Nicht dieselbe Person muss den Ball zurücklegen.

Wenn ein Ball eines fremden Spieler versehentlich aufgenommen wurde, darf er einfach wieder zurückgelegt werden. Wenn die Stelle nicht mehr genau bekannt ist, darf sie geschätzt werden.

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