Wegfall der Dropzone auf Bahn 16

Liegt der Ball im Biotop zwischen den Bahnen 16 und 17, muss Erleichterung nach Regel 17.1d in Anspruch genommen werden.

Die Drop Zone wurde aufgehoben, da es unfair erscheint, aus 100 m Entfernung und schwierigem Rough spielen zu müssen, obwohl der Ball z.B. auf Höhe des Kirschbaums oder noch näher zum Grün ins Biotop gespielt wurde.

Hinweis: Wenn man seinen Ball nicht findet, darf man nicht automatisch davon ausgehen, dass der Ball im Biotop liegt. Ist es nicht so gut wie sicher, dass der Ball im Biotop liegt, gilt er als verloren und es muss ein Ball von der Stelle des letzten Schlages ins Spiel gebracht werden. Daher sollte man immer – insbesondere vom Abschlag – einen provisorischen Ball spielen, falls der gespielte Ball außerhalb des Biotops verloren sein könnte.

Das war übrigens zu Zeiten der Dropzone nicht anders: Wer aus der Dropzone gespielt hat, obwohl er nicht so gut wie sicher sein konnte, dass sein Ball im Biotop lag, hat von einem falschen Ort gespielt, denn es hätte ein Ball von der Stelle des letzten Schlages ins Spiel gebracht werden müssen.

 

Keine Erleichterung von Überhängendem aus Penalty Areas

Berührt der Ball Überhängendes aus einer Penalty Area (i.d.R. Wasserhindernis) oder werden Stand oder Schwung dadurch beeinträchtigt, gibt es keinen Freedrop.

Das ist nicht etwa eine neue Regelung sondern schon lange Bestandteil der offiziellen Golfregeln, soll aber an dieser Stelle noch einmal in Erinnerung gerufen werden.

Hinweis: Auch wenn dies schon seit vielen Jahren durch die Golfregeln festgelegt war, wurde auf unserem Platz in solchen Situationen (z. B. auf den Bahnen 3 und 8) recht häufig – aber eben fälschlicherweise – ein Freedrop in Anspruch genommen – in den meisten Fällen hoffentlich aus Unkenntnis bzw. aufgrund einer Verwechselung mit der Regelung bei Boden in Ausbesserung. Bei Beeinträchtigung durch Überhängendes aus Boden in Ausbesserung wird nämlich straflose Erleichterung gewährt.

 

Wegfall der „2-Schlägerlängen-Gegenüber“- Dropmöglichkeit

Die Möglichkeit, bei seitlichen Wasserhindernissen an der gegenüberliegenden Grenze, gleichweit vom Loch, innerhalb von zwei Schlägerlängen zu droppen, ist entfallen.

Diese Änderung ist Bestandteil der offiziell gültigen neuen Golfregeln ab 1. Januar 2019. Auf unserem Platz wurde diese, nun weggefallene Möglichkeit am häufigsten und regelmäßig auf Bahn 10 genutzt.

Hinweis: Diese Einschränkung bedeutet nicht, dass nach einem Schlag in den Wassergraben auf Bahn 10 nicht mehr auf Bahn 11 gedroppt werden darf.
Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, hinter dem Graben, also auf Bahn 11, zu droppen, und zwar auf der Verlängerung der Linie Loch 10-Eintrittspunkt. Lediglich das seitliche Droppen innerhalb von zwei Schlägerlängen auf der gegenüberliegenden Seite ist entfallen.
Konnte man bisher mit den seitlichen zwei Schlägerlängen gelegentlich eine Lücke im Buschwerk des Grabens finden, mag die Verlängerungslinie keine solche Lücke bieten, dafür kann man aber ja beliebig weit auf der Verlängerung der Linie Loch 10-Eintrittspunkt zurückgehen und dann von da das Buschwerk überspielen.

Selbstverständlich kann weiterhin auch innerhalb von zwei Schlägerlängen vom Eintrittspunkt, nicht näher zum Loch, gedroppt werden, aber eben nur auf der Seite, von der der Ball ins Hindernis eingedrungen ist.

Eintrittspunkt (oder auch Kreuzungspunkt), der Referenzpunkt für die Erleichterungsverfahren, ist übrigens der Punkt, an dem der Ball die Grenze des Wasserhindernis (Penalty Area) zuletzt gekreuzt hat. Es ist nicht der Punkt auf der Grenze, der dem Ball – wenn man ihn im Hindernis sieht – am nächsten ist.

 

In Turnieren keine Änderung bei verlorenem Ball oder Ball im Aus

Wie bisher muss also in solchen Fällen Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust in Anspruch genommen werden (d.h. 1 Strafschlag und einen Ball an der Stelle spielen, von der aus der vorherige Schlag gemacht wurde).

Die Alternative (mit 2 Strafschlägen „in der Nähe“ der Stelle droppen, an der der ursprüngliche Ball auf dem Platz verloren ist oder die Ausgrenze gekreuzt hat) ist nicht fester Bestandteil der neuen Golfregeln.

Hinweis: Die eben genannte, neue Variante kann lediglich als Platzregel eingeführt werden. Weder der DGV noch der HGV tun das und selbst die Schöpfer der Golfregeln, R&A und USGA, schreiben dazu: „Diese Platzregel passt zum allgemeinen Spielbetrieb, in dem Spieler private Runden spielen oder ihre eigenen Wettkämpfe veranstalten“. Von einer Verwendung in vorgabenwirksamen Spielen wird abgeraten.

Es sei noch erwähnt, dass sich allein der Text der Platzregel im Offiziellen Handbuch zu den Golfregeln über deutlich mehr als eine Seite erstreckt. Dazu kommen noch drei Seiten mit erläuternden Grafiken.
Das obige „in der Nähe“ ist nämlich eine starke und ungenaue Vereinfachung. Die präzise Beschreibung und die Bestimmung des Erleichterungsbereichs erfordern vielmehr ausführliche Erklärungen, dazu kommt noch die Aufzählung aller Fälle, in denen die Alternative nicht angewendet werden darf und somit nur die Erleichterung mit Schlag und Distanzverlust bleibt.