125 Jahre “Old Course” im Kurpark

Erste Anfänge Ende des 19. Jahrhunderts

Der Royal Homburger Golfclub 1899 e.V. feiert die Gründung des ältesten Golfplatzes Deutschlands im September 1889
Bad Homburg ist ohne jeden Zweifel die Wiege des Golfsports in Deutschland. Es waren englische Kurgäste, die in den Parlamentsferien in den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts das aufblühende „Spa“ mit der „air of champagne“ an den Taunushöhen aufsuchten und zu ihrer Zerstreuung vor Ort die ihnen liebgewonnenen Sportarten von der Insel in die Kurstadt importierten. So wurde in Homburg von den Engländern bereits 1876 der erste Tennisclub auf dem europäischen Kontinent gegründet. Mit verantwortlich war dafür auch die damalige preußische Kronprinzessin Victoria, die älteste Tochter der britischen Queen Victoria später besser bekannt unter dem Namen Kaiserin Friedrich. Sie bestellte in Großbritannien zwei der ersten Sets von Tennisschlägern und –bällen und machte damit die neue Sportart gleichzeitig in Potsdam und Homburg bekannt.

Bad Homburg als Hotspot der europäischen Aristokratie

Die preußischen Hohenzollern annektierten 1866 nach dem Aussterben der Linie Hessen-Homburg die Landgrafschaft und kürten das Homburger Schloss zu ihrer Sommerresidenz. Dies war wohl mit ein Grund, dass sich Homburg danach zum Kaiserbad und zum Hotspot der europäischen Aristokratie entwickelte. Einer der prominentesten Kurgäste war der Bruder der deutschen Kronprinzessin Victoria. Ab 1882 besuchte der Prince of Wales, der spätere König Edward VII. und Erfinder des „Homburg-Huts“,  bis zur Jahrhundertwende regelmäßig das Kurbad, um sich mit seinen Verwandten zu treffen und um etwas für seine Gesundheit zu tun. In seinem Tross reiste eine vielköpfige Entourage aus Angehörigen, Hofbeamten, Politikern und Militärs, der sich über die Jahre in jedem Sommer mehrere tausend britische und auch amerikanische Staatsbürger anschlossen.

Die ausländischen Gäste wurden von der Homburger Bevölkerung mit  einigem Misstrauen bedacht, als diese in ihrem Reisegepäck immer öfter eigenartige, längliche Ledertaschen mitführten, in denen man Jagd- gewehre oder andere Waffen vermutete. Die Taschen stellten sich aber sehr bald als frühe sog. „Golfbags“ heraus, in denen sich Hickoryschläger verbargen, mit denen die Kurgäste auch in den Ferien in Deutschland ihrem geliebten Sport nachgehen konnten. Die ausgedehnten Wiesen des berühmten Lenné‘schen Kurparks boten sich in idealer Weise dafür an und so begann man bereits in den achtziger Jahren, die damals mit Federn gefüllten Lederbälle, die sog. „Featheries“, vor sich herzutreiben. Aber irgendwann genügte das den ambitionierteren Golfspielern unter den Kurgästen nicht mehr.

Gründung des ersten Golfplatzes (1889)

Es ist in Quellen erwiesen, dass sich im September 1889 eine Gruppe der in Homburg weilenden englischen Kurgäste an den hiesigen Magistrat wandte, um ein passendes Gelände zu finden, wo man den bis dahin hierzulande noch weitgehend unbekannten Golfsport regelgerechter betreiben könnte. Zum Gefolge des Prince of Wales gehörten auch die britischen Militärs, der schottisch-stämmige Major General Robert William Duff und ein Oberst Gordon, die sich nach Zuweisung eines Areals durch  Magistrat und Kurverwaltung der Sache annahmen und zwischen 1889 und 1891 den ersten Golfplatz auf deutschem Boden bauten. Nach einem Vorgänger in Gibraltar und dem berühmten Platz in Pau, nahe der südfranzösischen Pyrenäen, ist er damit der dritte auf dem europäischen Kontinent. Anderen Quellen zufolge sollen auch ein Colonel Fraser und die beiden hervorragenden Golfspieler Mr. James F. Pullar aus Perth in Schottland und Mr. Louis Hornor aus Pau bei der Planung und dem Ausbau  des Platzes mitgewirkt haben. Auch die damalige Kurverwaltung bekundete in der Presse ihren Anteil an der Gründung des Homburger Golfplatzes. Der Kurdirektor Baron von Schoeler schmückte sich allerdings mit faschen Federn, als er in einer Berliner Wochenzeitung für Spiel und Sport behauptete, er hätte das Golfspiel in Deutschland mit eingeführt. Im „Taunusboten“ Nr. 305 vom 30. Dezember 1891 wurde dieser Anmaßung vehement widersprochen und sein Vorgänger, Kurdirektor Schultz-Leitershofen, als der erste und eigentliche Förderer der neuen Sportart genannt.

Ein Golfplatz mit Einschränkungen

Aufgrund der relativ beengten Platzverhältnisse im Kurpark entstand nach Abschluss der Bauarbeiten kein Golfplatz, der mit einem auf der britischen Insel vergleichbar war. Es war irgendwie ein Mittelding zwischen Short- und Long-Golf, genügte den Kurgästen aber als ideale Trainingsmöglichkeit während ihres Kuraufenthalts. Er verfügte auf immerhin neun Bahnen, neben den natürlichen Hindernissen und „Bosquets“ (Buschwerk), über 22 künstliche Hürden. Die Grüns waren nicht rund, sondern quadratisch und etwa zehn Meter vor jedem befand sich ein kleiner Zaun mit Kletterrosen in allen Farben. Wurde ein Ball von diesem Zaun abgefangen und kam er dann innerhalb einer Stocklänge davor zum Liegen, konnte er straffrei um eine Schlägerlänge zurückgelegt werden. Es war danach dennoch nicht einfach, den Ball mit einem scharf angeschnittenen Pitch über den Zaun zu spielen. Viele ambitionierte Golfer mokierten sich über die Homburger Platzverhältnisse und sprachen von einer „tea and tattle society“ bzw. von einem „Summer Club“. (Heutige Zeitgenossen sehen das manchmal auch noch so.) Ab 1891 war der Platz bespielbar und einige Quellen berichten, dass in diesem Jahr auch das erste Golfturnier auf deutschem Boden stattfand.

Offizielle Gründung des Homburger Golf Clubs (1899)

Bis zur eigentlichen Gründung des Homburger Golf Clubs 1899 vergingen danach noch acht Jahre, weil die ausländischen Gäste nicht mit dem deutschen Vereinsrecht vertraut waren und die hoch wohlgeborene Gesellschaft wahrscheinlich unter sich bleiben wollte. Außerdem gab es in dieser Zeit nur eine Handvoll praktizierende deutsche Golfer. Bis zur Clubgründung gibt es nur sehr wenige schriftliche Hinweise auf den Fortgang des Spielgeschehens auf dem Golfplatz im Kurpark. Es liegen lediglich einige kurze Notizen vor, die in den Sitzungsprotokollen der Kur- und Badeverwaltung festgehalten wurden. So wurde bereits 1892 über die Anschaffung eines Häuschens geschrieben und zwischen 1893 und 1895 wird über die Möglichkeiten einer Platzerweiterung diskutiert. Die ersten Anträge zur Gründung eines Golfclubs datieren vom 7. und 21. September 1899 – aber erst am 3. Oktober 1899 kommt es dann zur eigentlichen Vereinsgründung und der gleichzeitigen Genehmigung eines Clubhauses, für das bereits ab dem Jahr 1897 großzügig gespendet wurde. Die erforderliche Vereinssatzung war schon im Vorfeld von General Duff und dem Kurdirektor Freiherr von Maltzahn ausgearbeitet worden.

82 Personen überwiegend britischer Nationalität gründeten daraufhin den zunächst auch rein englisch bezeichneten HOMBURG GOLF CLUB 1899.  Sein erster Präsident wurde Field Marshal His Royal Highness The Duke of Cambridge, ein Cousin von Queen Victoria. Den Vorstand bildeten 12 Honoratioren, darunter auch zwei Deutsche. Honorary Secretary nach heutigem Sprachgebrauch Clubmanager wurde der Erbauer des Golfplatzes, Major General Robert William Duff. Erstes „Ehrenmitglied fürstlichen Standes“ war der spätere König Edward VII. von Großbritannien und Irland, der Urgroßvater der heutigen Queen. Er spielte regelmäßig auf dem Platz im Kurpark – meist in der Gesellschaft eleganter Damen -, ebenso wie der britische Botschafter Sir Frank Lascelles. Nach dem Tod seiner Schwester, der Kaiserin Friedrich, und dem schwieriger werdenden Verhältnis zu seinem Neffen, Kaiser Wilhelm II., kehrte der König ab 1902 Homburg allerdings den Rücken und bevorzugte für seine Kuren Marienbad. Dort war er ebenfalls für die Gründung des heutigen Royal Golf Clubs mit verantwortlich.

Eröffnung des neuen Clubhauses (1902)

1902 wurde das neue Clubhaus eröffnet, das sich alsbald zum Treffpunkt der feinen Gesellschaft aus aller Welt entwickelte. Wer etwas auf sich hielt, musste Mitglied im Golfclub sein – und es nimmt daher nicht wunder, dass die Mitgliederzahl bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs auf heute fast unvorstellbare 2.284 Aktive und 700 Passive anwuchs. Die Liste der Ehrenmitglieder fürstlichen Standes umfasste 16 gekrönte Häupter aus England, Siam, Griechenland, Russland, Japan und Deutschland. Die steigende Anzahl an Mitgliedern und Besuchern machte bald einen Ausbau der Räumlichkeiten und die Erweiterung des Golfplatzes notwendig. Ab 1903 erhielt das Clubhaus einen seitlichen Anbau und nach einem längeren Genehmigungs- und Anpachtungsprozedere konnten ab 1905 auf dem Gelände der früheren Radfahrbahn in den Salzgrundwiesen hinter dem Landgrafendenkmal (heute Taunus Therme) durch die Gartenbaufirma Gebr. Siesmayer aus Frankfurt und dem Homburger Gartenarchitekten Alois Burkart unter der strengen Aufsicht von General Duff weitere Spielbahnen angelegt werden. Aus dem bisherigen 9-Loch-Platz entstand ein vollwertiges großes Golfspiel mit 18 Löchern. (Siehe Abbildung Bestandsplan von 1911).

Nach dem Tod des Duke of Cambridge im Jahre 1904 übernahm der britische Chemiemagnat und liberale Politiker Sir John Brunner den Vorsitz des Clubs. Er war es auch, der im Jahr 1906 mit dem Gentlemen’s Challenge Cup den ersten großen Goldpokal stiftete. Ihm fügten sich bald darauf der wunderschöne Ladies‘ Challenge Cup und der Macomber-Cup als Mannschaftspreis hinzu. Um die berühmtesten und ältesten Goldpokale im deutschen Golfsport wird auch heute noch jeweils zu Pfingsten im fairen Wettspiel gerungen.

Gründung des des Deutschen Golf Verbands (1907)

Als der drittälteste Golfclub in Deutschland (die Vereine in Berlin und Wiesbaden wurden bereits 1895 gegründet) war der Homburger Golf Club am 26. Mai 1907 einer der acht Gründungsmitglieder des Deutschen Golf Verbands (DGV). Ab 1911 übernahm Seine Königliche Hoheit Prinz Heinrich von Preußen, der jüngere Bruder des Deutschen Kaisers und ein Schwager des russischen Zaren, die Präsidentschaft. Dies kann durchaus  schon als ein Indiz der sich wandelnden politischen Verhältnisse im Vorfeld des 1. Weltkriegs gewertet werden. Interessant ist auch in dieser Ära das Bemühen des Golfclubs, vom Magistrat der Stadt ein Gelände außerhalb der Stadtgrenzen für einen vollwertigen  langen  Meisterschaftsplatz  zu  bekommen. Bereits  zu  dieser Zeit erkannten die Stadtoberen nicht die Chancen, die  sich aus einer verstärkten Förderung des Golfsports an seinem deutschen Ursprungsort hätten ergeben können. Man wäre mit Sicherheit das St. Andrews auf deutschem Boden geworden – aber man verpasste die Gelegenheit. Die direkte Folge aus dem zu langen Hinhalten war, dass sich zwei sehr kapitalkräftige deutsche Clubmitglieder der Sache annahmen und mit ihrem Vorhaben nach Goldstein bei Frankfurt auswichen. Carl von Weinberg, Mitbegründer der Casella-Werke in Fechenheim und Richard Merton, der Mitinhaber der Metallgesellschaft, gründeten im Jahre 1913 den heute renommierten Frankfurter Golf Club, der somit als eine „Tochter“ des Homburger Golf Clubs angesehen werden kann. Bad Homburg hatte aber das Nachsehen.

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Der erste Weltkrieg (1914)

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkriegs im Sommer 1914 brach dann aber die endgültige Katastrophe über den so lange Jahre hoch geschätzten Kurort und damit auch für seinen Golfclub herein. Aus den ehemals durch verwandtschaftliche Blutsbande ihrer Monarchen eng befreundeten, europäischen Nationen wurden über Nacht Todfeinde. Es ist wirklich ein ausgesprochenes Trauerspiel, dass die Herrschenden, die Politiker und Militärs, die regelmäßig gemeinsam auf dem Golfplatz in Bad Homburg die Sommerfrische genossen, die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ nicht zu verhindern wussten. Die ausländischen Gäste blieben aus und der lebhafte Kurbetrieb brach schlagartig zusammen. Damit verlor der Homburger Golf Club über drei Viertel seiner üblichen Einnahmen – der Spielbetrieb wurde eingestellt. Wenigstens konnte der damalige Oberbürgermeister Lübke den Platzwart August Becker weiter- beschäftigen, um die wertvollen Anlagen vor ihrem Verfall zu bewahren.

Nachkriegszeit und Neugründung des Golf Clubs

Nach dem verlorenen Krieg und der Abdankung des Kaisers dauerte es noch bis 1921, bis es zur Neugründung des Golfclubs und zu neuen vertraglichen Vereinbarungen mit der städtischen Kur- und Badeverwaltung kam, in denen man dem Club die bisherigen Sportanlagen im Kurpark zur weiteren Nutzung gestattete. Die Stadt behielt sich jedoch das Recht vor, das Erweiterungsareal der früheren Radfahrbahn für einen künftigen Stadionbau nutzen zu können. Dazu kam es freilich nie. Trotzdem wurde 1926 bekannt, dass als Vorsichtsmaßnahme lediglich der alte Platz mit neun Löchern am Clubhaus bespielt wurde. Die Erweiterung von 1905 war nicht in Betrieb. Vorsitzende des Clubs wurde die Frau des früheren Kgl. Landrates und Regierungspräsidenten Leila von Meister. Sie war wahrscheinlich eine der ersten Frauen in einer solchen Funktion. Zum Ehrenpräsidenten wählte man S.H. Herzog Albert von Schleswig-Holstein, einen gemeinsamen, deutschfreundlichen Verwandten des englischen Königshauses und der abgedankten deutschen Kaiserfamilie. Die Mitgliederzahl belief sich auf lediglich 80 verbliebene Golffreunde.

Der zweite Weltkrieg

Über die Zeit zwischen 1928 und dem Ausbruch des 2. Weltkriegs ist nur wenig bekannt, weil das Haus des damaligen Clubmanagers Dr. Gerald P. R. Martin am Weinbergsweg nach dem Krieg von den Amerikanern besetzt wurde und viele Unterlagen aus dem sich im Hause befindlichen Clubbüro untergingen.

Nach dem zweiten Weltkrieg erholte sich der traditionsreiche Homburger Golf Club nur ganz langsam. Der historische Golfplatz im Kurpark konnte aber durch den Einsatz von Mitgliedern und Parkarbeitern vor Schäden und Auflösung bewahrt werden und war bald wieder Mittelpunkt eines langsam erneut aufblühenden Clublebens, das insbesondere von dem Hotelier Charly Ritter, dem Olympiasieger Wilhelm Dörr und der Weltmeisterin im Diskuswerfen Frau Milly Reuter in beharrlicher Hart- näckigkeit wiederbelebt wurde. Man hatte wieder das gesamte ehemalige Gelände zur Verfügung, baute aber die ursprünglichen 18 kurzen Spielbahnen in neun längere um, um mehr sportliche Heraus- forderung zu erhalten. Diese Anlage wurde bis 1956 auch von den Freunden vom Frankfurter Golf Club genutzt, deren Platz durch die amerikanische Besatzungsmacht beschlagnahmt war.

Nachkriegszeit mit Hindernissen für den Club

Bis 1974 begann wieder Leben im Club. Man genoss unbeschwerte Stunden in bzw. vor einem bungalowähnlichen Nachkriegsbau und feierte das 75-jährige Bestehen. Das Jubiläumsjahr war kaum vorüber, als neues Unheil über den Club hereinbrach. Am 6. Februar 1975 kündigte die Kur. A. G. den Pachtvertrag des Golfplatzgeländes  im Kurpark zum 31. Juli 1976, um den Bau der Taunus Therme zu ermöglichen. Es begannen zähe Verhandlungen, in denen den Golfern wenigstens der ursprüngliche 9-Loch-Platz direkt am Clubhaus zur weiteren Nutzung überlassen wurde. Wegen dieser allzu dürftigen, übriggebliebenen Spielmöglichkeiten spaltete sich der Club. Auf Initiative des Unternehmers Rolf Susemihl entstand im Naturpark Hochtaunus der „Golfclub Taunus Weilrod“ zwischen Altweilnau und Merzhausen, während die verbliebenen Bad Homburger Golfer sehr lange auf ein alternatives Geländeangebot der Stadtverwaltung in der Nähe der Stadt warten mussten.

Schließlich gelang dem damaligen Präsidenten van Riet zusammen mit anderen Mitgliedern die Gründung eines neuen Platzes auf dem Gelände einer ehemaligen Mülldeponie unterhalb von Herzberg und Saalburg. Über viele Jahrzehnte wurde dieses, zum Teil unter Naturschutz stehende Gelände, mit starken finanziellem Engagement der Mitglieder in einen spektakulär zu bespielenden, naturnahen 18-Loch-Platz ausgebaut.

Nachbau des historischen Clubhauses im Kurpark (90er Jahre)

Am alten Standort im Kurpark baute die Kur- und Kongressgesellschaft Anfang der 90er Jahre ebenfalls ein neues Clubhaus, das dem historischen Vorbild von 1902 architektonisch nachempfunden wurde. Es beherbergt seitdem das Golfhaus-Restaurant mit hervorragender Küche und einer der schönsten Terrassen im Kurpark. Der Golfplatz verlor durch den Bau der Taunus Therme seine beiden längsten Bahnen, wurde danach auf lediglich 6 Bahnen zurückgebaut und gilt seither als ein PAR 3 Pitch- und Put-Platz. So leicht, wie sich manche guten Golfer mit niedrigem Handicap das Spiel auf dem Platz vorstellen, ist es aber nicht. Man muss trotz der kurzen Fairways äußerst genau spielen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Er ist somit  auch der beste Übungsplatz weit und breit für das sog. kurze Spiel und für Anfänger, die dort mit Platzreife auch ohne Clubzugehörigkeit trainieren können.

Entstehung von "Old Course" und "New Course" (1999)

Anlässlich des 100. Jubiläums des Homburger Golf Clubs im Jahr 1999 wurde der historische Golfplatz im Kurpark aufgrund seiner britischen Gründungsgeschichte als „Old Course“ getauft. Analog hierzu bekam der neue Platz auf den Dornholzhäuser Röderwiesen den Namen „New Course“.

Auch ein im Jahr 2009 eröffnetes neues Clubhaus trug dazu bei, dass der Homburger Golf Club seither in eine gesicherte Zukunft blicken kann.

Ernennung zum Royal Homburger Golf Club (2013)

Im April 2013 erhielt der traditionsreichste Golf Club Deutschlands den Ritterschlag durch Königin Elizabeth II., als sie ihm als einzigem deutschen Club die Genehmigung erteilte, den Ehrentitel „Royal“ zu führen. Mit großem Stolz und voller Dankbarkeit begeht nun der jetzige „Royal Homburger Golf Club 1899 e.V.“ am letzten Septemberwochenende 2014 mit vielen Gästen, Freunden und Mitgliedern das 125-jährige Gründungsjubiläum seines „OLD COURSE im Kurpark“ und feiert ihn mit Recht als „HOME OF GOLF IN GERMANY“.

Bad Homburg, den 23. August 2014
Robert K. L. Westermann